Allergomio goes Mexiko – mit Unverträglichkeiten auf Diät oder Schlemmen wie im Paradies?

Dieser Beitrag enthält Werbung, da Verlinkung zum Hotel.
Diese Frage hat mich schon Monate vor unserem Abflug beschäftigt und ich habe eine Antwort darauf bekommen. Eine ganz klare! Wenn ihr Lust habt, meine kleine Episode von „Allergomio goes“ zu lesen, kennt ihr sie auch. Ich wünsche euch viel Spaß dabei.

Langer Flug und Essen mit Allergien und Unverträglichkeiten – ob das was wird?

Ihr habt bestimmt gemerkt, dass es in den letzten zwei Wochen etwas ruhiger auf meinem Blog geworden ist. Der Grund dafür war unsere Reise nach Mexiko. Trotz, dass ich überhaupt nicht gerne fliege (ich würde sogar sagen, dass es so langsam an Flugangst grenzt), habe ich mich dann doch dazu entschlossen. Und das vor allem unserer Tochter zuliebe, damit sie ihre Freundin, die für zwei Jahre mit ihrer Familie dort lebt, endlich wiedersieht. Wir hatten auf dem Hinflug eine Zwischenlandung in Madrid, da hätte ich mich ja noch umentscheiden können und den kurzen Rückflug wieder nach Hause nehmen 🙂 . Aber es ging dann doch weiter auf die lange Reise und es war viel einfacher als gedacht. Flüge gut überstanden.

Eigentlich hatte ich garnicht vor, einen Blogbeitrag über die Mexiko-Reise zu schreiben, außer ich hätte vielleicht ein tolles Rezept mitgebracht, aber mit unserem Hotelaufenthalt habe ich meine Meinung schlagartig geändert. Denn das, was unser Hotel für Allergiker und Menschen mit Unverträglichkeiten zu bieten hatte, habe ich bisher noch nie erlebt. Und deshalb dachte ich, das muss ich euch unbedingt wissen lassen. Aber erstmal der Reihe nach.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste

Da wir ja mehrere Allergien und Unverträglichkeiten in der Familie haben, von Gluten über Laktose und Milch bis hin zu Nüssen und anderen Einzelunverträglichkeiten, haben wir vorher in unserem Hotel angefragt, wie das denn dort so gehandhabt wird. Unser Hotel, The Fives Azul Beach Resort in Playa del Carmen (https://www.azulbeachresorts.com/resorts/the-fives), hatte uns dann prompt geantwortet, dass darauf natürlich Rücksicht genommen wird und wir auch gerne bei Ankunft mit dem Küchenchef sprechen könnten. Klang super, aber in Deutschland hatte ich auch schon ähnliche Antworten bekommen und nachher hatte ich zwar Kartoffeln statt Spätzle auf dem Teller, aber ein paniertes Schnitzel mit Soße (glutenhaltig) dazu. Ebenso wird meiner Tochter des Öfteren ein Vanilleeis angeboten. Da können doch keine Nüsse enthalten sein! Doooooooch, Spuren!!! Also, ich war auf jeden Fall vorbereitet! Ja, vorbereitet, aber nicht auf das, was dann kam.

Angekommen…

Vamos – das Abenteuer „Essen“ beginnt

Bei Ankunft sollten wir für Leni und mich je eine Karte ausfüllen. Dort waren die Allergien und Unverträglichkeiten anzukreuzen und man konnte natürlich auch noch spezielle Dinge angeben. Ich habe so eine Karte mal abfotografiert. Dann könnt ihr einen Blick darauf werfen.

Diese wurde dann per Foto an die Küche weitergeleitet und man selbst sollte sie zu jedem Restaurantbesuch mitbringen. Restaurants gab es in unserer Anlage 12! Vielleicht fragt ihr euch jetzt, wie das funktionieren soll, dass sich jedes Restaurant so einfach auf einen Gast mit irgendeiner Unverträglichkeit einstellen kann. Und das noch bei Frühstück, Mittag- und Abendessen! Wir sind ja ganz bestimmt nicht die einzigen! Genau das habe ich mich nämlich auch gefragt. In Deutschland funktioniert das ja oft nicht mal in einem einzigen Restaurant! Aber gut weiter! Wir wurden noch darauf hingewiesen, dass wir in eine WhatsApp-Gruppe für Allergiker aufgenommen werden. Hier könnten wir dann unter Angabe von Namen, Zimmer-Nummer und unseren Unverträglichkeiten unsere Essenswünsche platzieren. Bitte noch mitteilen, welches Restaurant man besuchen und um welche Uhrzeit man gerne essen möchte. Das am besten mind. 1 Std. vorher. Häääääääää? Ja, Mitarbeiter der einzelnen Restaurants sind ebenfalls in dieser WhatsApp-Gruppe und rufen die Nachrichten ab. Nochmal hääääääää? Wie soll das alles funktionieren? Für mich für ein Hotel mit dieser Anzahl an Restaurants unvorstellbar. Und nur eine Stunde vorher? Das ist ja nichts, vor allem gibt es noch ein paar Hundert mehr Hotelgäste als uns?!
Meine Devise war erstmal „Abwarten“! Und zwar bis da mal etwas geordert wird. Ich konnte ja nicht einfach irgendetwas bestellen, was mir in den Sinn kam. Oder doch? Spätestens als es so langsam für das Abendessen Zeit wurde, ging es los… in der WhatsApp-Gruppe. Ich sag’s euch, es wurde geordert, was das Zeug hält: glutenfreie Chicken Fingers, glutenfreie Burger, vegane Bolognese, nussfreie und milchfreie Desserts und, und, und… Ich bin dann mal vorsichtig mit glutenfreien Nudeln mit Gemüse gestartet.

Im Restaurant kurz meine Allergie-Karte gezeigt und mein erster Wunsch wurde erfüllt und zwar zur vollsten Zufriedenheit. Und nicht nur das, falls ich spezielle Gemüsewünsche hätte oder spezielle Nudeln wolle, kein Problem. Aha, na dann versuch ich es damit beim nächsten Mal. Ihr könnt es euch schon denken, das hat genauso gut geklappt. Also ob Tagliatelle, Spaghetti, Penne oder sonstige Nudelsorten (natürlich alles glutenfrei) oder welche Gemüsesorte auch immer, es kam auf meinen Teller und sämtliche anderen Sachen auch. Übrigens immer vom Küchenchef persönlich serviert, der mir dann nochmal sagte, was er mit welchen Zutaten gekocht hatte. Ich fand das toll, da ich so einfach ganz beruhigt mein Essen genießen konnte.

Manchmal wusste ich wirklich nicht, wie alles, was da so bestellt wurde, realisiert werden konnte. Aber es war einfach so!
Achso, fast hätte ich es vergessen. Für „Normalos“ gab es natürlich immer mindestens genauso leckere Buffetts oder Speisen a la carte. Muss ja auch mal erwähnt werden 🙂 .

Sogar am Strand wurden die besten Leckereien zubereitet.

Die kennen sich aus, aber wie

Gleich am ersten Abend wurden wir darauf hingewiesen, dass die heutigen Desserts am Buffett alle Spuren von Nüssen enthalten. Das hat mich schon ziemlich beeindruckt und da wusste ich einfach, dass die Küchenmannschaft inklusive Servicekräfte Ahnung haben und wissen, wovon sie sprechen.
Dass meine Pommes in einer Extra-Friteuse zubereitet wurden, muss ich wahrscheinlich garnicht erst erwähnen. Zum Frühstück gab es u. a. Maistortillas für alle. Da aber auch hier „Kontamination“ kein Fremdwort zu sein schien, habe ich meine direkt aus einer separaten Pfanne bekommen. Wie auch dieses Eiomelette…

Beeindruckt? – Kann man so sagen

Mich hat das alles sehr erstaunt, also nicht nur mich, sondern auch andere Hotelgäste. Die Allergie-WhatsApp-Gruppe finde ich eine wahnsinnig gute Idee und dass das Drumherum, sprich Verteilen der Gästeorders an die richtigen Stellen, Personal, das sich mit der ganzen Materie auskennt, Zubereiten der Speisen… auch noch so reibungslos funktioniert hätte ich niemals für möglich gehalten. Diese Flexibilität und das Know-How habe ich in Deutschland bisher weder in einem Restaurant noch in einem Hotel erlebt. Warum eigentlich nicht?

Leckeres und verträgliches Essen = gelungener Urlaub

Zum Schluss bleibt mir nur noch zu sagen, falls jemand tatsächlich mal mit dem Gedanken spielt, in Mexiko Urlaub zu machen, kann ich euch das The Fives Azul Beach Resort in Playa del Carmen (https://www.azulbeachresorts.com/resorts/the-fives) nur empfehlen. Ich habe gemerkt, die Umgebung, der Strand, das Meer und alles andere kann noch so schön sein, aber ein erholsamer Urlaub hängt auch oder besonders vom Essen ab. Mit knurrendem Magen oder Bauchschmerzen kann man die schönste Zeit des Jahres doch einfach nicht genießen. Oder was meint ihr?

Eure Meli

P.S.: Muchas gracias an das ganze Team der Restaurants, vor allem der Brasserie, Oriola und Flavours, rund um Dulce, Diana, Rene, Jorge, Yamilet und alle anderen. Ihr leistet so tolle Arbeit!

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