Ein etwas anderer Beitrag oder Papa in der mondo senza glutine

Heute, am Vatertag, habe ich einen etwas ausgefallenen, aber doch besonderen Beitrag für Euch. Ein Gastbeitrag, der mich selbst etwas überrascht hat.

Wir, die sich aufgrund Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Allergien speziell ernähren, müssen manchmal etwas „anders“ leben als andere. Das ist sicher nicht immer ganz einfach! Aber wie geht es eigentlich den anderen Familienmitgliedern, die im Alltag ständig mit dem Thema konfrontiert werden, obwohl es sie garnicht betrifft. Betrifft es sie wirklich nicht oder vielleicht nur indirekt? Oder betrifft es sie sogar ganz speziell?

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen dieses Beitrags, der von jemandem geschrieben wurde, dessen Alltag mit seinen 2 Mädels bis vor ein paar Jahren noch ganz anders aussah.

Hallo zusammen,

mein Name ist Boris, darüber hinaus bin ich Meli‘s Mann und gänzlich beschwerdefrei was Unverträglichkeiten und sonstiges betrifft.

Naturgemäß liegt mir das Thema Unverträglichkeiten und Allergien trotzdem am Herzen, nicht nur weil es in der Familie immer präsent ist – auch weil ich immer wieder beeindruckt bin mit welchem Engagement Meli sich diesem annimmt.

Ebenso entwickelt man(n) mit der Zeit einen inneren Radar, der immer dann anschlägt, wenn etwa unsere Tochter Leni mit Nüssen in Berührung kommen könnte oder aber auch wenn es einfach nur darum geht, neue Produkte zu entdecken.

Genau jener Radar hat kürzlich angeschlagen – wie immer als ich gar nicht damit gerechnet hatte: Mein Beruf hatte mich für eine kleine Dienstreise nach Norditalien geführt, genauer an den Gardasee. Am späteren Nachmittag hatte ich mich im Verkehr durch das Städtchen Riva del Garda gequält als ich aus den Augenwinkeln am Straßenrand „irgendwas mit Gluten“ gesehen hatte. Das schöne am Stopp & Go-Verkehr ist ja, dass man genug Zeit hat zum Reagieren. So konnte ich dann auch erkennen, dass ein kleiner Laden glutenfreie Waren anpreist.

Das ist natürlich die ultimative Chance, um zuhause voll zu punkten 🙂 – das hab ich mir nicht entgehen lassen und habe angehalten. Definitiv die richtige Entscheidung! Der kleine Laden „il mondo senza glutine“ war, wie sich später herausgestellt hatte, sogar Teil einer kleinen Kette von Läden, die sich auf glutenfreie Lebensmittel spezialisiert hatten.

Im Laden selbst war eine für deutsche Verhältnisse riesige Auswahl an glutenfreien Produkten für alle Lebenslagen. Angefangen von unzähligen Mehlen, Nudeln und Brot bis hin zu Gebäck und Eis. Natürlich waren etliche Marken darunter, die ich auch vom heimischen Vorratskeller kenne. Aber eben auch viele Marken und Produkte, die wir in Deutschland nicht kennen. Neben meinem Einkauf in der „mondo senza glutine“ hatte ich eifrig noch ein paar Bilder von den mir unbekannten Marken gemacht – ich bin sicher, ihr findet diese dann über kurz oder lang auf Meli’s Marktplatz.

Was mich aber dann letztendlich bewogen hat, diesen Beitrag zu verfassen, war ein Ereignis, welches ich am Folgetag hatte. Wir hatten uns in der Nähe der Firma zum Mittagessen verabredet. Ziel war ein kleines Restaurant in einem Tausendseelendorf auf dem Lande, welches sicher kaum ein Tourist zu Gesicht bekommt. Für ein sehr kleines Budget gab es einen sehr reichhaltigen und leckeren Mittagstisch: Risotto (mit Meeresfrüchten), Bistecca (vom Pferd) und zum guten Schluss Pflaumenkuchen – selbstverständlich und alternativlos „senza glutine“….

Im Verlauf des Aufenthalts in Italien sind mir an anderer Stelle immer wieder Situationen begegnet, bei denen ich mir dachte: Das wäre etwas für Meli. Ob es nun der Pflaumenkuchen senza glutine war oder aber auch die deutlichen Kennzeichnungen in der Speisekarte im Restaurant abends (übrigens das 2.0 in Saló) – immer wieder besser gemacht als bei uns daheim….

Genau diese Selbstverständlichkeit, mit der dort insbesondere das Thema „glutenfrei“ praktiziert wird, hat mich bewogen diese Eindrücke zu teilen.

In diesem Sinne Euer Boris

2 Gedanken zu “Ein etwas anderer Beitrag oder Papa in der mondo senza glutine

  1. Mein glutenfreier Backofen - Einfache glutenfreie Rezepte by Stephfanny schreibt:

    Das hört sich wahrlich traumhaft an – wir müssen nach Italien!!! (Ich hab mir sowas ja schon seit Jahrzehnten gedacht, wenngleich auch aus absolut anderen Gründen.) 😀 😀
    Vielen Dank für diesen Beitrag, das macht Hoffnung, dass die Allergen-Kennzeichnung und -Wahrnehmung irgendwann auch in deutschen Nicht-Großstädten mal besser wird. LG und habt einen schönen Abend!

    Gefällt 1 Person

  2. allergomio schreibt:

    Liebe Stephanie, vielen Dank! Ja, da hast Du Recht! Hoffen wir mal… Ein Italiener, der z.B. glutenfreie Pizza anbietet, ist bei uns momentan utopisch und in anderen Städten schon fast normal. Also doch Italien, oder? 🙂

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