Gaisburger Marsch oder Kartoffelschnitz und Spätzle à la Oma U.

glutenfrei / laktosefrei / milchfrei / hefefrei

Heute ist es an der Zeit für das absolute Lieblingsgericht der ganzen Familie! Also wirklich der ganzen! Es schmeckt einfach sooooo gut und ist genau das Richtige bei diesem Wetter und diesen Temperaturen!

Unsere Familie kennt das Gericht unter der Bezeichnung „Kartoffelschnitz und Spätzle“. Der Name entstand sicher aus der Art und Weise wie es zubereitet wird. Eine Art Eintopf u. a. mit kleingeschnittenen Kartoffeln und Spätzle als Einlage. Bei Gaisburger Marsch lässt sich das nicht so einfach ableiten. Aber Wikipedia weiß alles, fast alles:

Der Name „Gaisburger Marsch“ soll daher rühren, dass im 19. Jahrhundert Stuttgarter Offiziersanwärter eine Vorliebe für einen kräftigen Ochsenfleischeintopf mit Spätzle und Kartoffeln entwickelten, der in der im nahen Gaisburg befindlichen Gaststätte Bäckerschmide serviert wurde. Da die Offiziersanwärter auf dem Weg von der Berger Kaserne in dieses Wirtshaus eine gewisse militärische Marschordnung einhalten mussten, trug das Gericht letztlich den Namen Gaisburger Marsch.

Einer anderen Version nach kamen die Gaisburger Männer angeblich in Kriegsgefangenschaft, und ihren Frauen wurde erlaubt, sie mit einer Schüssel Essen pro Tag zu versorgen. In diese Schüssel wurde alles getan, was gut schmeckte und nahrhaft war. Damit marschierten die Frauen dann jeden Tag zu ihren Männern.

Was ich auf Wikipedia nicht gefunden habe, war die Erklärung für die 3. Bezeichnung „Böckinger Feldgschrei“. Wisst Ihr die Antwort? Also ich versuche es mal mit etwas Halbwissen:

Böckingen ist ein Stadtteil von Heilbronn. Ihr kennt Böckingen nicht? Keine Angst, Ihr habt in der Schule nichts verpasst. Ich kann damit nur punkten, weil ich dort aufgewachsen bin. Feldgschrei ist gleichbedeutend mit Schlachtruf, als Ausdruck von gemeinsamem Kampfgeist. So, was hat jetzt aber unser Lieblingsgericht mit dem Feldgschrei in Böckingen zu tun 🙂 ? Wenn Du einen Vorschlag hast, würde ich mich total freuen, wenn Du dazu kommentierst. Ich bin gespannt, es kommen bestimmt lustige Ideen und vielleicht fällt Euch ja dazu auch etwas beim Nachkochen ein. Also, dann mal ran an die Kochlöffel 🙂 .

Eure Meli

Zutaten für 4 – 5 Personen

Fleischbrühe:

500 g Siedfleisch (Tafelspitz)

2 – 3 Stangen Lauch

3 – 4 Karotten

1/2 Knollensellerie

1 Bund Petersilie

3 – 4 Suppenknochen

Spätzle:

200 g glutenfreies Mehl (z. B. Mehl Farine von Schär)

3 Eier

1/4 TL Salz

Einlage:

700 g Kartoffeln

5 Karotten

2 – 3 Zwiebeln

Öl zum Anbraten der Zwiebeln

Zubereitung:

Für die Fleischbrühe 2 l Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Lauch in Ringe, Karotten in dicke Scheiben und Sellerie in Stücke schneiden. Das Gemüse zusammen mit dem Fleisch und den Suppenknochen in das kochende Wasser geben und ca. 1 – 1,5 Std. leicht köcheln lassen.

In der Zwischenzeit den Spätzleteig vorbereiten. Mehl, Eier und Salz gut verrühren bis der Teig leicht zäh (fest, aber leicht fließend) ist. Die richtige Konsistenz könnt Ihr feststellen, wenn Ihr mit einem Kochlöffel durch den Teig geht und er leichten Widerstand hat. Dann den Teig mind. 30 min. bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Für die Einlage die rohen Kartoffeln in Würfel und die Karotten in ca. 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Zwiebeln würfeln.

Wenn das Fleisch weich gekocht ist den Inhalt des Topfes abseihen, Fleischbrühe abschmecken und evtl. nachwürzen. Die geschnittenen Kartoffeln und Karotten in die Fleischbrühe geben und kochen. Zwiebeln bei leichter bis mittlerer Hitze andünsten bis sie glasig braun sind.

Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und Salz hinzufügen. Am besten schonmal eine Schüssel mit Siebeinsatz bereitstellen. Spätzlehobel am Topf auflegen, Teig portionsweise in den Spätzlehobel füllen und gleich in das kochende Wasser hineinhobeln. Wenn die Spätzle an der Wasseroberfläche schwimmen, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und in die Schüssel geben. Diesen Vorgang solange wiederholen bis der ganze Teig aufgebraucht ist.

Wenn die Kartoffeln und die Karotten weich gekocht sind, das Fleisch nochmal kurz mit in den Topf geben, um es leicht zu erwärmen. Dann das Fleisch wieder herausnehmen und in kleine Würfel schneiden. Fleischwürfel und Spätzle auf einem Teller anrichten. Fleischbrühe mit Kartoffeln und Karotten in den Teller füllen und mit den Röstzwiebeln garnieren.

Wer mag, bekommt bei uns noch ein Paar Saitenwürschtle dazu!

2 Gedanken zu “Gaisburger Marsch oder Kartoffelschnitz und Spätzle à la Oma U.

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